Vattenfall mit deutlicher Preissteigerung

by Team

Vor allem in Hamburg und Berlin werden Stromkunden aufhorchen. Der Stromanbieter Vattenfall hat deutliche Preissteigerungen von 9,9 Prozent für Privathaushalte und 11 Prozent für Unternehmen angekündigt. In Hamburg sind davon etwa 80% der Haushalte betroffen. In Berlin kommt man auf 1,6 Millionen Stromkunden.

Die extreme Preissteigerung wird von Vattenfall mit gestiegenen Kosten des EEG begründet. Mit EEG ist das ‘erneuerbare Energien Gesetz’ gemeint, mit dem Ökostrom gefördert werden soll. Das Problem dabei ist, dass die Höhe der Kostensteigerungen umstritten sind. Während Stromanbieter einfach die Schuld für Preiserhöhungen auf das EEG schieben weißt Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverband Erneuerbare-Energie, die Höhe der Kostensteigerungen deutlich zurück. Auch das Verbraucherportal Verivox meldet, dass diese hohen Kostensteigerungen nicht allein auf das EEG und den Ökostrom abgewälzt werden kann.

Dem Stromverbraucher nützt das herzlich wenig, er steht am Ende mit deutlich höheren Kosten für die Zukunft da. Als Stromkunde hat man bei solchen Preiserhöhungen ein gesetzlich festgeschriebenes Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung muss im Falle einer Strompreiserhöhung allerdings innerhalb einer Frist erfolgen (meist 2-4 Wochen). Diese Frist wird entweder im Schreiben zur Preiserhöhung des Stromtarif mitgeteilt oder ist im Stromvertrag (AGB) festgelegt.

Nutzen sie daher auf jeden Fall die Möglichkeiten, einen Stromvergleich im Internet durchzuführen. Sie müssen zunächst nur die Postleitzahl und den jährlichen Stromverbrauch in kWh angeben um einen schnellen kostenlosen Überblick über verfügbare Stromanbieter in ihrer Region zu erhalten. Zu empfehlen ist außerdem, auf eine monatliche Zahlungsweise zu achten. Zahlt man ein Jahr im voraus und der Anbieter geht Insolvent ist das Geld verloren.

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